Als 33jähriger
erbt Wilhelm Vieth den Steinbruch und Steinmetzbetrieb. Er schließt sich mit
den Steinmetz- und Kuhlenbetrieben der Nachbarschaft zusammen. Gemeinsam können
nun auch größere Objekte ausgeführt werden. Rohsteine und Fertigarbeiten, z. B.
Münsterländer Herdfeuer werden mit eigenen Pferdefuhrwerken in die nähere und
weitere Umgebung gebracht.
1898 bezieht Wilhelm Vieth mit seiner Familie ein neues
Wohnhaus auf dem heutigen Betriebsgelände. Teile des Wohnhauses mit
angrenzendem Stallgebäude sind noch heute erhalten. Er führt den
Steinmetzbetrieb und die kleine Landwirtschaft bis zu seinem Tode 1938.
Aus der Ehe mit
Katharina Richter gehen mehrere Kinder hervor. Josef Vieth, der älteste
Sohn,
geboren
1903, betreibt nach dem Tode des Vaters mit der Mutter
den
Betrieb weiter.Von
Kindesbeinen an mit dem Beruf vertraut, ist es für ihn
selbstverständlich,
Steinmetz zu werden. Er lernt in verschiedenen Münsteraner Betrieben. Im
Laufe
der Jahre schafft er Verbindungen zu holländischen
Kirchenbau-Architekten und
dort ansässigen Steinmetzen. Nach wie vor gibt es die kleine
Landwirtschaft. In
der Werkstatt werden Maßwerkfenster für Kirchen, Münsterländer Herdfeuer
und
Stilkamine gefertigt.
1945 heiratet Josef Vieth Regina Wichmann. Da durch den
Krieg viele schöne, alte Gebäude zerstört wurden, sind Sandsteinarbeiten
wieder
stärker gefragt.
Wilhelm Vieth,
der älteste Sohn – er leitet heute den Betrieb – macht eine harte, aber gute
Ausbildung in der elterlichen Werkstatt.
1975 legt er die Meisterprüfung
im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ab.
1979stirbt Josef Vieth nach
kurzer schwerer Krankheit. Zu dieser Zeit werden ausschließlich Kamine,
Herdfeuer und Kachelöfen gebaut.
Die Fertigung
wird in ein landwirtschaftliches Gebäude außerhalb des Steinbruchs verlegt. Die
alte Steinmetz-Hütte aus dem Steinbruch wird 1996 abgebaut.
1984 wird eine neue Werkstatt errichtet. Moderne Arbeitstechniken
werden nun angewandt. Die Marmor- und Granitverarbeitung beginnt. Einige Jahre
später wird eine Ausstellung mit Büroraum fertiggestellt.
Seit 1984werden Lehrlinge ausgebildet. Sie arbeiten nach ihrer Lehrzeit noch einige
Jahre als Gesellen im Betrieb.
1988 legt Wilhelm Vieth die Meisterprüfung im Kachelofen-
und Luftheizungsbau ab.
Im Jahre 1996wurde eine über 400 m² neue Werkhalle gebaut und mit modernsten
Bearbeitungsmaschinen ausgestattet.
Heute, nach neuen Erweiterungen, steht dem Kunden eine
breite Palette ausgesuchter Materialien zur Verfügung. Traditionelle Herdfeuer,
Stilkamine aus Baumberger Sandstein, aus Marmor und Granit sowie Kachel- und
Specksteinöfen mit modernster Heiztechnik werden gebaut. Das Programm rundet
sich ab durch Fensterbänke, Treppen und Küchenarbeitsplatten in Naturstein und
Einzelanfertigungen wie Stelen, Tröge, Vasen und vieles mehr.