Steinbruch um 1940

Betriesgelände um 1955

Wilhelm Vieth um 1910

Josef Vieth um 1960

Unsere Geschichte

1839 stößt Melchior Fohrmann, Kötter eines nahe gelegenen größeren Hofes, bei Ausschachtungsarbeiten auf Baumberger Kalk-Sandstein. Gemeinsam mit seinen Brüdern verkauft er den Stein zunächst an Bildhauer und Steinmetze in Münster und Umgebung. In den folgenden Jahren fertigt er Viehtröge und Bodenplatten für Tennen und Dielen und legt den Grundstein für den Steinmetz- und Bildhauerbetrieb. Wenn im Winter die Arbeit um Steinbruch ruht, ernährt die kleine Landwirtschaft die Familie.


1882 stirbt Melchior Fohrmann. Seine Frau führt bis 1895 den Betrieb weiter.

Als 33jähriger erbt Wilhelm Vieth den Steinbruch und Steinmetzbetrieb. Er schließt sich mit den Steinmetz- und Kuhlenbetrieben der Nachbarschaft zusammen. Gemeinsam können nun auch größere Objekte ausgeführt werden. Rohsteine und Fertigarbeiten, z. B. Münsterländer Herdfeuer werden mit eigenen Pferdefuhrwerken in die nähere und weitere Umgebung gebracht.

1898
bezieht Wilhelm Vieth mit seiner Familie ein neues Wohnhaus auf dem heutigen Betriebsgelände. Teile des Wohnhauses mit angrenzendem Stallgebäude sind noch heute erhalten. Er führt den Steinmetzbetrieb und die kleine Landwirtschaft bis zu seinem Tode 1938.

Aus der Ehe mit Katharina Richter gehen mehrere Kinder hervor. Josef Vieth, der älteste Sohn, geboren 1903, betreibt nach dem Tode des Vaters mit der Mutter den Betrieb weiter.Von Kindesbeinen an mit dem Beruf vertraut, ist es für ihn selbstverständlich, Steinmetz zu werden. Er lernt in verschiedenen Münsteraner Betrieben. Im Laufe der Jahre schafft er Verbindungen zu holländischen Kirchenbau-Architekten und dort ansässigen Steinmetzen. Nach wie vor gibt es die kleine Landwirtschaft. In der Werkstatt werden Maßwerkfenster für Kirchen, Münsterländer Herdfeuer und Stilkamine gefertigt.

1945 heiratet Josef Vieth Regina Wichmann. Da durch den Krieg viele schöne, alte Gebäude zerstört wurden, sind Sandsteinarbeiten wieder stärker gefragt.
Wilhelm Vieth, der älteste Sohn macht eine harte, aber gute Ausbildung in der elterlichen Werkstatt. 1975 legt er die Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ab. 1979 stirbt Josef Vieth nach kurzer schwerer Krankheit. Zu dieser Zeit werden ausschließlich Kamine, Herdfeuer und Kachelöfen gebaut.

Die Fertigung wird in ein landwirtschaftliches Gebäude außerhalb des Steinbruchs verlegt. Die alte Steinmetz-Hütte aus dem Steinbruch wird 1996 abgebaut.

1984 wird eine neue Werkstatt errichtet. Moderne Arbeitstechniken werden nun angewandt. Die Marmor- und Granitverarbeitung beginnt. Einige Jahre später wird eine Ausstellung mit Büroraum fertiggestellt.

Seit 1984 werden Lehrlinge ausgebildet. Sie arbeiten nach ihrer Lehrzeit noch einige Jahre als Gesellen im Betrieb.

1988 legt Wilhelm Vieth die Meisterprüfung im Kachelofen- und Luftheizungsbau ab.

Im Jahre 1996 wird eine über 400 m² neue Werkhalle gebaut und mit modernsten Bearbeitungsmaschinen ausgestattet.

2003 vergrößert sich die Ausstellungsfläche deutlich durch einen weiteren Ausbau. Durch diese Erweiterung wird es möglich auch wasserführende Kamin und Kachelöfen zu zeigen.

2014 übernimmt Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie Ofen- und Luftheizungsbauermeister Benedikt Vieth den Betrieb von seinen Eltern. Seine Ausbildungen absolvierte er im elterlichen Betrieb sowie auch außerhalb.

Heute, nach neuen Erweiterungen und Umbauten, steht dem Kunden eine breite Palette ausgesuchter Materialien zur Verfügung. Traditionelle Herdfeuer, Stilkamine aus Baumberger Sandstein, aus Marmor und Granit sowie Kachel- und Specksteinöfen mit modernster Heiztechnik werden gebaut. Das Programm rundet sich ab durch Fensterbänke, Treppen und Küchenarbeitsplatten in Naturstein und Einzelanfertigungen wie Stelen, Tröge, Vasen und vieles mehr.
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